Auf dieser Seite wollen wir Ihnen alles aufzeigen, was mit der Vermittlung zu tun hat und wie eine Vermittlung abläuft.

 

Vor der Übernahme eines Hundes muss man sich im Klaren darüber werden, was ein neuer Hund im Haus bedeutet. Natürlich macht es sehr viel Spaß und bringt sehr viel Freude, wenn man solch ein gutes Tier bei sich aufnimmt...
Allerdings ist auch sehr viel Arbeit damit verbunden und so manches graues Haar.
Die Überlegung ob überhaupt ein Hund und wenn ja, ein Welpe oder ein Erwachsener, ein Kleiner oder ein Großer nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Diese sollten Sie auch bei einer solchen Entscheidung nehmen.
Schließlich soll der "Neue" Sie einige Jahre begleiten. Vielleicht noch eine kleine Geschichte über die Wahl eines Welpen. Vor allem eine Geschichte über Das: Ein Hund vom Züchter, Händler, Marktplatz, Tierheim oder Tierschutz?

Wenn Sie nach Ihrer Entscheidung einen Hund aufzunehmen, an einem der hier aufgeführten Racker Interesse haben, rufen Sie uns einfach an, schicken Sie uns eine Email, oder füllen Sie das Interessentenformular aus.

Der erste Kontakt steht und wir können nun zusammen entscheiden, ob der von Ihnen auserwählte Schützling auch zu Ihnen passt.

Sehr viele unserer angezeigten Hunde befinden sich bereits in Deutschland in Pflegestellen und können vor der Kontrolle (d.h., es kommt jemand vorbei und schaut sich das Umfeld an) besucht werden.

Sollte die Chemie dann stimmen und alles geklärt sein, kann der Vierbeiner zu Ihnen als ihr neues Familienmitglied einziehen.

Die Vermittlung erfolgt mit einem Schutzvertrag und einer Schutzgebühr. Die Schutzgebühr beträgt 220 Euro und wird für Transport, Tierarztkosten, die Unterstützung von Tierheimen vor Ort und für den Kauf von Futter und Decken für die dortigen Tierheime und Tötungsstationen benötigt.

Alle unsere Hunde werden nach ihrer Ankunft in Deutschland in Pflegestellen untergebracht, entwurmt, dem Tierarzt vorgestellt und die jeweils anfallenden Impfungen werden vorgenommen. Ebenso werden alle Hunde, deren Alter es zulässt, bereits gechippt.

Nach der Vermittlung bleiben wir natürlich mit Ihnen in Kontakt und freuen uns immer über Zusendungen von Fotos und Infos über die Entwicklung unserer Schützlinge.

Sie können uns jederzeit kontaktieren, wenn Sie Fragen haben oder Ihnen etwas auf der Seele brennt.

 

 

 

 

 

 

Geschichte eines Hundes

Ich öffnete meine Augen und sehe meine Mama die warm ist und dicke Zitzen hat.
Ich spiele mit meinen Brüdern und Schwestern, wir spielen, knurren und beißen einander, und haben viel Spaß.
Ich bin glücklich. Ich kann schon springen und bellen, wenn fremde Leute kommen die mich auf den Arm nehmen und mich mitnehmen nach Hause.
Alles riecht fremd dort und ich fühle mich nicht heimisch, aber die Kinder lehren mich allerlei wilde Spielchen, und das liebe ich. Ich darf in ihre Pantoffeln beißen und auf ihrem Bett liegen um mit ihnen dort zu spielen.
Die ganze Familie lacht, wenn ich in die Ärmel beiße und schrecklich knurre.
Im Garten jagen wir hintereinander her und ich darf in ihre Beine beißen.
Ich darf alles tun was ich will, sie lachen, wenn ich sie anspringe und ich bin glücklich.
Ich bekomme neue Zähne und werde groß und stark.
Wenn ich sie jetzt anspringe, fallen sie manchmal um und weinen und dann sind die großen Menschen böse zu mir und schreien. Wenn ich jetzt einen herrlich riechenden Pantoffel finde und diesen zerbeiße, nehmen sie ihn weg und schlagen mich damit und schreien.
Wenn sie mich vom Bett herunterholen und ich knurre sie an, denn ich darf doch dort schlafen, schreien sie wieder und jagen mich in den Garten.
Ich darf nicht mehr in das Haus und nicht mehr mit den Kindern spielen.
Sie schließen mich in einen Käfig.
Ich bin unglücklich.
Ich verstehe nicht was mir passiert.
Ich jammere, ich belle und ich möchte bei meinen Menschen sein.
Ich werde verrückt.
Wenn ich jemand aus dem Haus kommen sehe, hoffe ich, sie kommen um mich zu holen und ich belle.
Da schreien die Menschen und schütten Wasser nach mir.
Ich bin Tage und Wochen im Käfig, ich habe es warm und ich habe es kalt.
Warum sitze ich hier?
Ich will heraus, ich will nicht allein sein.
Ich belle und jammere.
Ich bin unglücklich.
Jetzt sitze ich in einem fremden Käfig, zwischen anderen Käfigen mit vielen Hunden.
Wir jammern und manchmal kommen Menschen um uns anzusehen.
Ich vertraue niemand mehr und ich sitze hinten in meinem Käfig und weigere mich, jemanden anzuschauen.
Nie bleiben sie vor meinem Käfig stehen.
Ich bleibe hier sitzen.
Warum sitze ich hier?
Ich will heraus, ich will nicht allein sein.
Ich belle und jammere und bin unglücklich.
Da kommt ein Mann mit einer Leine und einem Halsband - möchte er etwa mich haben?
Er nimmt mich mit durch viele Gänge in ein Zimmer, wo es fremd riecht.
Er nimmt eine Leine und bindet mir meine Schnauze zu.
Warum macht er das, ich habe doch nicht die Absicht zu beißen?
Er nimmt mich in seinen Arm - will er doch freundlich sein?
Au - was macht er jetzt, er steckt etwas in mein Fell.
Ich kann meine Augen nicht mehr offen halten.
Ich schließe sie, ich schlafe.
Ich höre auf traurig zu sein, weil ich allein bin.
Ich höre auf mich zu fragen, was es war, was die Menschen von mir wollten.  
Ich schlafe, und niemand tut mir mehr weh, niemand schreit mit mir.
Wenn nur jeder, der züchtet und Welpen an Leute verkauft oder vermittelt, die keine Ahnung von der Natur und vor allem von der Verantwortung haben, die man als Hundebesitzer übernimmt, daran denken und den Leuten vermitteln würden, daß man ja Mutterstelle an dem Hundekind übernimmt, ihm beibringen muß, mit der Welt zurechtzukommen, mit ihm kommunizieren muß, wenn also jeder, den es betrifft, sich immer wieder an diese leider immer wiederkehrende Geschichte erinnern würde, könnte man so vieles gegen diese Hundeschicksale tun.

 

 

 


Die nachfolgende Geschichte stammt von der amerikanischen Toller-L mit

der Bitte, sie 

Die Geschichte von Lea

Ich weiss nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.
Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestossen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht.
Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und dass das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen.

So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten.
All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche - wir sind in einem „Petshop“, einem Laden,  wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern von andern Welpen.  Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig.
Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen.
Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen „oh, sind die süss, ich will eines“,  aber dann gehen die Leute wieder fort.

Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist.
Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie, sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft ! Jetzt wird alles gut ! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süsses und braves Hundchen. Ich heisse jetzt Lea.
Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen  herumzutollen und zu spielen.
Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen.
Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Ausserdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.

In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer  hiess es „genetisch“ und „nichts machen“. Ich möchte draussen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ? War ich böse ?  Sind sie am Ende böse auf mich ? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten ! Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand.  Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich,  und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich...  Gottseidank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer grossen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise:  mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.

Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht. Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.
Lea
©1999 J. Ellis - bewilligte Uebersetzung von E. Wittwer

 

 

 

 

Schutzvertrag 

 

Frau/Herr: .............................................................................................................................................................
Anschrift: .............................................................................................................................................................
Telefon: .....................................................................         Email: .......................................................................

übergibt in Vertretung der Tierschutzorganisation Zuhausegesucht an:

Frau/Herr: ............................................................................................................................................................
Anschrift: ............................................................................................................................................................
Telefon: .....................................................................           Email: ......................................................................
Pa-Nr.: ...................................................................... ausstellende Behörde: ........................................................

den Hund (Name): ..................................

geb.: ................................. Rasse: .................................................... Farbe: .......................................................
männl.: ................... weibl.: ..............................     sterilisiert/kastriert:    ja: ..............      nein: ...................
Chip-Nr.: ..................................................................    Tätowierung: ...................................................................
Besondere Kennzeichen: ......................................................................................................................................

Impfausweis übergeben:     ja: ...................      nein: .........................

Bemerkungen: .......................................................................................................................................................

Zur Abgeltung der entstandenen Kosten zahlt der Übernehmer eine Schutzgebühr, die entstandene tierärztliche Behandlungskosten vor der Übernahme einschließt und sofort fällig ist.

Der Erhalt der Schutzgebühr in Höhe von Euro 220 wird hiermit bestätigt.

Die umseitigen Vertragsbedingungen werden Bestandteil dieses Vertrages. Ich, der/die Übernehmer/in, habe sie genau gelesen und erkläre mich damit einverstanden. Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen und bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.

 

......................................................................                                                         .........................................................
Datum, Unterschrift des Übernehmers                                                                        Datum, Unterschrift des Übergebers

 

 

Die Abgabe des Tieres erfolgt unter folgenden Bedingungen:

§ 1  Die Weitergabe des Tieres an Dritte (auch Verwandte) ist untersagt. Sollten irgendwelche Gründe zur Abgabe des Tieres zwingen, ist es unverzüglich dem Übergeber ohne Anspruch auf Entschädigung zurück zu bringen. Die Tötung eines Tieres ist nur mit vorheriger Zustimmung des Übergebers und nur durch einen Tierarzt zulässig. Dringende Notfälle (wenn dem Tier durch eine sofortige Tötung schwere Schmerzen erspart bleiben) sind von dieser Regelung ausgenommen. Eine nicht genehmigte Tötung aufgrund eines Notfalles ist durch ein tierärztliches Attest nachzuweisen.

§ 2  Der Übergeber ist berechtigt, ein abgegebenes Tier zurückzufordern, wenn die Haltung nicht den Anforderungen des Tierschutzgesetzes entspricht. Der Übernehmer des Tieres gestattet einem beauftragten Vertreter des Übergebers, sich am Ort der ständigen Haltung des Tieres von der Qualität der Tierhaltung, gegebenenfalls auch mehrfach, zu überzeugen. Dazu ist dem Vertreter des Übergebers das Betreten des Grundstücks oder der Wohnung auf dem/in der das Tier gehalten wird, zu genehmigen. Der Übernehmer des Tieres verpflichtet sich, Änderungen des Wohnortes unverzüglich dem Übergeber mitzuteilen.

§ 3  Sollten Verstöße gegen diesen Vertrag oder geltendes Tierschutzrecht festgestellt werden, so ist der Übergeber berechtigt, von diesem Vertrag zurückzutreten. In diesem Fall verpflichtet sich der Übernehmer des Tieres, dieses unverzüglich und ohne Forderung auf Entschädigung an den Übergeber herauszugeben.

§ 4  Im Fall der Rückforderung oder notwendigen Rückgabe eines Tieres erkennt der Übernehmer an, daß er die vom Zeitpunkt des Vertragsabschlusses an entstandenen Unterhaltskosten, auch die, die über gewöhnliche Futter- und Pflegekosten hinausgehen (Tierarztkosten, Versicherungskosten, Steuern usw.) selbst zu tragen hat. Gegenüber dem Übergeber verzichtet er ausdrücklich auf die Geltendmachung irgendwelcher Aufwendungsersatzansprüche im Fall der freiwilligen Rückgabe des Tieres, wenn er dieses nicht mehr halten kann oder will, insbesondere verzichtet er auf Erstattung der von ihm geleisteten Schutzgebühr.

§ 5  Mit dem Tier darf nicht gezüchtet werden. Welpen sind zum entsprechenden Alterszeitpunkt zu kastrieren/sterilisieren und erwachsene Hunde sind direkt nach Übergabe zu kastrieren/sterilisieren. Die Kosten übernimmt der  Übernehmer des Hundes. Nach erfolgter Kastration/Sterilisation ist dem Übergeber eine entsprechende ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Wenn das Tier noch nicht tätowiert oder durch vergleichbare Markierung (z.B. Transponder) markiert ist, ist dies unverzüglich vornehmen zu lassen.

§ 7  Der Übernehmer des Tieres verpflichtet sich:

¨                   das Tier entsprechend den Vorschriften des Tierschutzgesetzes und hierzu ergangener Rechtsordnungen zu halten, insbesondere ihm ordnungsgemäße Pflege und Unterkunft zu bieten und für ausreichende, artgerechte Bereitstellung von Wasser, sauberes, zugfreies Lager, ausreichend Auslauf, Pflege des Fells und bei Krankheit für tierärztliche Behandlung zu sorgen, sowie die üblichen Impfungen vorzunehmen.

¨                   jede Quälerei und Mißhandlung zu unterlassen und auch durch andere nicht zu dulden.

¨                   Das Tier nicht zu vertragswidrigen Zwecken und insbesondere nicht zu Tierversuchen zu verwenden.

¨                   Das Tier nicht an die Kette zu legen oder im Zwinger zu halten

¨                   Den Hund keiner Schutzhundausbildung zuzuführen sowie keinerlei tierschutzrelevante Erziehungs- oder Ausbildungsmethoden (z.B. Stachelhalsband oder Stromreizgeräte) anzuwenden.

Ein Abhandenkommen des Tieres oder dessen Ableben dem Übergeber innerhalb von drei Tagen schriftlich anzuzeigen sowie den Verlust des Tieres der zuständigen Polizeidienststelle zu melden.

§ 8  Das übergebene Tier wurde vom Übergeber einem Tierarzt vorgestellt und erscheint zum Zeitpunkt der Vermittlung/Übergabe gesund, sofern nichts anders vermerkt wird. Das schließt nicht aus, daß das Tier eine schlummernde und mit nicht erkennbare Erkrankung haben kann, die im Nachhinein auftritt. Gewährleistungsansprüche des Übernehmers werden ausdrücklich abgelehnt.

§ 9  Der Übergeber garantiert keine gesundheitlichen, charakterlichen, rassebedingten oder sonstige Eigenschaften und übernimmt hierfür keine Gewähr. Der Übergeber übernimmt keine Gewähr für Eigenschaften oder Mangelfreiheit des Tieres und übernimmt keine Haftung für durch das Tier hervorgerufene Schäden. Das Vorhandensein irgendwelcher Eigenschaften wird nicht zugesichert.

§ 10  Der Empfänger übernimmt die Tierhaltung im Rechtssinne und alle damit verbundenen Kosten. Er haftet insbesondere für alle Schäden, die mittelbar oder unmittelbar durch das Tier verursacht werden und schuldet die behördliche Anmeldung und alle öffentlich-rechtlichen Abgaben für das Tier.

§ 11  Im Falle einer Zuwiderhandlung gegen diese vertraglichen Vereinbarungen, das Tierschutzgesetz und andere gesetzliche Bestimmungen und Verordnungen ist der Übergeber berechtigt von dem Empfänger eine Vertragsstrafe in Höhe Euro 500,- zu verlangen. Außerdem verpflichtet sich der Empfänger das Tier auf Verlangen des Übergebers unverzüglich zurückzugeben. Der Übernehmer hat keinen Anspruch auf Rückzahlung der für das übernommene Tier  gezahlten Spende oder den Ersatz von Aufwendungen.

§ 12 Mündliche Nebenabreden haben keine Gültigkeit. Jede Änderung oder Ergänzung dieses Vertrages bedarf der Schriftform. Sollten sich einzelne Vertragsbestimmungen als unwirksam herausstellen, wird die Wirksamkeit des Vertrages im Übrigen hiervon nicht berührt. Die Rechtsbeziehungen zwischen den Parteien regeln sich ausschließlich nach diesem Vertrag und den Bestimmungen des BGB.

§ 13  Der Übernehmer erklärt sich mit der Speicherung seiner persönlichen Daten einverstanden. Eine Weitergabe der Daten erfolgt nur an Behörden, die mit der Tiervermittlung(dem Tierschutz/Artenschutz in Zusammenhang stehen. Der Übernehmer erwirbt im Sinne des § 833 BGB den Besitz des Tieres. Das Tier bleibt Eigentum des Übergebers.

Für den Abschluß einer Pflegevereinbarung gelten folgende Ergänzungen:

1.      Während der Pflegezeit jeweils anfallenden Tierarztbesuche müssen mit dem Übergeber abgesprochen werden. Tierarztrechungen werden nur nach gesondert abgesprochenen Ausnahmen vom Übergeber übernommen.

2.      Das Tier bleibt während der Pflegezeit Eigentum des Übergebers. Sämtliche, das Tier betreffende, und im besonderen im Hinblick auf die Landes-Hundeverordnungen relevanten Vorkommnisse sind dem Übergeber unverzüglich zu melden.

3.      Für den Fall, daß der Pflegevertrag in einen Schutzvertrag umgewandelt wird, entrichtet der Übernehmer eine entsprechende Schutzgebühr.

4.      Die obigen, unter „Die Abgabe des Tieres erfolgt unter folgenden Bedingen“ getroffenen Vereinbarungen bleiben von diesen Ergänzungen unberührt.